Doug Swingley meldet sich für das Yukon Quest 2003 an

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Yukon Quest (c) YQ / C. Thies
Yukon Quest (c) YQ / C. Thies

Der viermalige Iditarod-Gewinner Doug Swingley hat sich als zwanzigster Musher für das Yukon Quest 2003 angemeldet.

Nachdem Swingley letztes Jahr seine „Abschiedstour“ vom Iditarod nahm und „nur“ den 40. Platz belegte, stellt man sich jetzt natürlich die Frage, ob er das Yukon Quest fährt um zu gewinnen?

Er selber sagt, dass er seine stärksten 14 Hunde mitnehme und sein bestes geben werde, fügt aber hinzu:

„Kann man mir glauben, was ich sage?“ – in Anspielung auf seine Äußerungen letztes Jahr beim Iditarod, als er erst nach einigen Renn-Tagen und im hinteren Feld platziert zugab, nur mitzufahren um sich zu „verabschieden“.

Rick Mackey der beide Langstreckenrennen schon gewonnen hat, traut Swingley zu, ein sehr schnelles Rennen zu fahren: „vielleicht will er auch einen neuen Rekord aufstellen“, auf der anderen Seite wäre es sein erstes Rennen und Swingley müsse erst den Trail kennen lernen.

Doug Swingley meint, dass er soviel Informationen wie möglich über das Yukon Quest und den Trail benötigt und deshalb auch mit den Quest-Veteranen wie Tim Osmar, Bruce Lee und Rick Mackey sprechen möchte.

Yukon Quest vs Iditarod

Rick Mackey, der nächstes Jahr nicht am Yukon Quest teilnehmen wird, sagt, dass es doch erhebliche Unterschiede zwischen dem Yukon Quest und dem Iditarod gibt.
Obwohl das Quest 100 Meilen kürzer ist, braucht man länger um es zu bewältigen, der Yukon(Fluss) wäre sehr hart zu fahren, die Höhenunterschiede seien größer, das Wetter könne sehr kalt werden, die Schlitten seien größer und die Ladung und Ausrüstung seien wesentlich umfangreicher, da die Abstände zwischen den Checkpoints viel weiter sind.

Gerade die sehr kalten Temperaturen bis zu -40 F ließen die Leute in den restlichen USA-Staaten glauben, die Quest-Teilnehmer wären verrückt.
„Vielleicht sind wir es“, meint Mackey, „aber wir und die Hunde haben gelernt mit den extremen Klimabedingungen zu Recht zu kommen“. Gerade für Hunde, die von anderen (US)-Staaten kommen, könne es schwierig werden sich zu akklimatisieren.

Swingley und Mackey meinen beide, dass durch die Teilnahme des viermaligen Iditarod-Gewinners, sich das (Medien-)Interesse am Yukon Quest erhöhen wird und vielleicht werden auch Musher, die nicht aus Alaska oder Kanada stammen, auf das Quest aufmerksam.

Nach der Einschreibung hätte sich schon ein Reporter aus Anchorage bei Swingley gemeldet, „normalerweise hätten die wenig Interesse am Yukon Quest“.

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