Yukon Quest.info - Die offizielle deutschsprachige Seite - Schlittenhunderennen durch Alaska und Yukon
Home Infos Aktuell Reportagen Musher Trail Multimedia Links Kont@kt Shop
YQ Klicken Kaufen



Yukon Quest Nachrichten auf Alaska-Info Yukon Quest Google+ Community
Yukon Quest Nachrichten auf Twitter (elhiggo) Yukon Quest RSS abonnieren










Yukon Quest Nachrichten
« News zurueck
Matt Hall auf dem Weg zum letzten Kontrollpunkt
[Startseite]

  14.02.2017
  
12:37:33  
YQ -> Nächster Stopp für Matt Hall: Die Ziellinie

Mit 10 Hunden hat sich um 0:30 Uhr (Ortszeit), nach der vorgeschriebenen Rast von acht Stunden, Matt Hall aus Two Rivers auf den letzten Streckenabschnitt ins Ziel nach Fairbanks gemacht.

YQ(C)YQ

Die Temperaturen sind merklich gestiegen und liegen nun bei -18 Grad Celsius. Matt Hall wird auf dem Weg nach Fairbanks, an seinem neuen Heimatort Two Rivers und dem Trail-System auf dem er seine Trainingsläufe absolviert, vorbeikommen. Dies kann nochmals eine Herausforderung sein, da er sein Hundeteam davon abringen muss nach „Hause“ zu laufen. Doch der 25jährige soll dieses Szenario mehrfach trainiert haben. Auch auf den letzten Kilometern soll Hall seine beiden Leithunde „Anchor“ und „Hamlet“ in Führung eingespannt haben.

Von den nachfolgenden Mushern geht für Matt Hall keine Gefahr mehr aus – er kann unter normalen Umständen nicht mehr eingeholt werden. Doch dies wurde schon oft geschrieben und gesagt und es kam dann doch anders. Ein in sicherer Führung liegender Jeff King beim Iditarod wurde schon von einem extremen Schneesturm in White Mountain gestoppt und musste aufgeben. Vielen ist noch das Unglück von Brent Sass beim Yukon Quest in Erinnerung, der auch in Führung liegend einschlief, vom Schlitten fiel und sich eine Gehirnerschütterung zuzog, die ihn das Rennen beenden lassen musste. Warten wir also ab und beobachten den GPS-Tracker.

Hugh Neff ist fast acht Stunden nach Hall in Two Rivers eingetroffen und kann erst nach der Zwangsrast wieder aufbrechen. Allen Moore, der lange mit Ed Hopkins zusammengefahren ist, hat sich von diesem abgesetzt und hat als Dritter Two Rivers erreicht. Hopkins hingegen rastet zurzeit noch mit Paige Drobny in Mile101, die Minuten vor dem kanadischen Musher dort angekommen ist.

Torsten Kohnert hat die lange vor ihm liegende Katherine Keith überholt und liegt nun auf dem sechsten Rang. Am Ende des Feldes fahren die französich-sprechenden Hundeschlittenführer Gaetan Pierrard und Sébastien Dos Santos Borges - beide rasten noch in Circle City.

Der Weg ins Ziel (Fairbanks):

Radiostationen werden nun "live" über die letzten Kilometer berichten und eine gesamte Stadt wartet auf die Ankunft der Sieger. Schandelmeier, (Rick) Mackey und May lieferten sich hier vor vielen Jahren in der Nachmittagssonne ein Duell, in dem sie nach 1600 km weniger als 20 Minuten voneinander entfernt lagen. Inzwischen sind knappe Endresultate nicht mehr so selten: 2009 trennten den Sieger Sebastian Schnuelle und Hugh Neff nur vier Minuten - 2012 fand dann das bisher engste Finale zwischen Allen Moore und dem Sieger Hugh Neff statt, am Ende trennten die beiden Musher nur 26 Sekunden!

Das einzige Hindernis ist nun die Zivilisation für die Sieger des Rennens, das auf dem gefrorenen Eis des Chena Rivers bis in die Innenstadt von Fairbanks - zur Yukon Quest Log Cabin - führt. Jubelnde Menschenmengen werden am Ufer stehen, freilaufende Hunde sind speziell hier trotz Warnung und Androhung von Strafverfahren eine Gefahr und die Teams haben den Busch hinter sich gelassen. Wer immer übermüdet und erschöpft gewinnt, wird durch die Ziellinie kommen und trotz allen Jubels zuerst seine/ihre Hunde versorgen, bevor sie/er die Glückwünsche in Empfang nimmt. Dies ist Brauch und genau dieselbe Art und Weise wie Musher sich an jedem Streckenposten verhalten. Kein Musher wärmt sich auf, isst oder ruht, bevor er nicht seine Hunde versorgt hat. Es ist eines der ungeschriebenen Gesetze die jeder befolgt.

Den Sieger erwarten nun fast 20% der Gesamtgewinnsumme aber selbst der Gewinner des 15. Platzes erhält noch knapp 3% und der letzte Teilnehmer, der die Ziellinie erreicht, erhält "die rote Laterne", ein begehrter Preis. Von den vielen Teams, die Whitehorse verließen, werden wahrscheinlich nur 2/3 Fairbanks erreichen und während die Sieger bejubelt werden vergisst zumindest in den Yukon Territories und Alaska keiner, daß allen Mushern, die mit Umsicht, Liebe, Durchhaltevermögen und den Instinkten ihrer Leithunde ein solches Rennen an der Ziellinie beenden konnten ohne vorher aufgeben zu müssen, mehr als Respekt gebührt.

Während die rote Laterne an den verliehen wird, der als letzter das Rennen beendet symbolisiert sie auch die Idee, daß gesunde Hunde und ein erfolgreich beendeter Trail vor hundert Jahren weit wichtiger waren als Hast und Schnelligkeit.


Teilen


admin

 
Matt Hall auf dem Weg zum letzten Kontrollpunkt
« News zurueck
[Startseite]

 






Whitehorse - Yukon Kanada :
WHITEHORSE WETTER

Fairbanks - Alaska :
FAIRBANKS WETTER


Zur direkten Bestellung
Mehr Yukon Quest Bücher

Whitehorse Fairbanks WHITEHORSE  FAIRBANKS

Allen Moore
Allen Moore
Der Ehemann von Yukon Quest Gewinnerin Aliy Zirkle, Allen Moore ist zum vierten Mal beim 1000 Meilen Rennen gemeldet. 2008 waren beide Musher schon beim YQ300.. mehr

Yukon Quest™   Offizielle Seite
Newsminer   Fairbanks News
KUAC   Radio Station
CBC North   Radio Station


© copyright 2003-2017 rnr-projects
www.yukonquest.info
Nachdruck und Weiterverbreitung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung.
Powered by ScarNews v1.2 © 2002 by Scar
 Subscribe in a reader Home | Favoriten | Impressum | .

PHP News Script, ScarNews
Copyright by Christian Kerl