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Musher
-> Konkurrenten, Nachbarn - Freunde ?
In der Welt des Hundeschlittensport ist es ueblich fair mit seinen Konkurrenten umzugehen. Doch Freundschaft zwischen, den im direkten Wettbewerb stehenden, Mushern ist eher selten. So war es auch nicht zu erwarten, als Lance Mackey vor zwei Jahr von Kasilof nach Fairbanks in die Nachbarschaft von Iditarod-Veteran Ken Anderson zog , dass diese sich anfreunden wuerden. Vor dem Umzug waren beide sich kaum bekannt - doch nun sind sie Freunde und Nachbarn.
Mackey meinte im letzten Februar, dass Anderson ihn unter seine Fittiche genommen haette. Obwohl Mackey anfuegt, dass er selbst manchmal anstrengend sein koennte. Doch Anderson entgegnete, dass beide von der Freundschaft profitieren wuerden, er vor allem durch Mackeys Motivation. “Wenn ich ihn hoere, wie er mit seinem Team auf Trainingsfahrt geht, bekomme ich das Gefuehl auch dort draussen sein zu muessen.”, so Anderson. Mackey hat ein Grundstueck genau angrenzend an Andersons Anwesen gekauft. Sie sehen, hoeren und die Hunde richen sich taeglich. Sie fahren auf den selben Pfaden und benutzen die gleichen Rennstrecken. Auch das gegenseitige Ausleihen von Ausruestung ist bei den beiden Mushern selbstverstaendlich. Mackey hat sogar einen 2jaehrigen Hund von Anderson gekauft.
“Er hat mir die umliegenden Pfade gezeigt und mich herumgefahren. Er haette das nicht machen brauchen. Er war wirklich fuer mich da. Aber ich glaube er hat auch von unserer Freundschaft profitiert. Wir haben keine Geheimnisse. ich sage ihm genau was ich mache und ich denke er macht es genauso.”, so Lance Mackey.
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Beide hatten 2007 mehrere grossartige Rennen und ein ‘Disaster’. Die Rennsaison begann mit dem, im Dezember 2006 startenden, Sheep Mountain, welches Mackey gewonnen hat. Anderson wollte seinen 2005-Titel eigentlich verteidigen, doch seine Frau, die Iditarod-Veteranin und YQ-Offizielle Gwen Holdman, wurde vor dem Rennen krank. “Ich wollte eigentlch sehen, wie sich unsere Teams beim Sheep Mountain verhalten. Ich war aber nicht ueberrascht, dass Mackey gewonnen hat.”, so Anderson, der auch durch den Ausfall, der in Europa stattfindenen ‘Grand Odysee’, seine Iditarod Vorbereitung ueberdenken musste. So entschied er sich in Alaska zu bleiben und Mittel-Strecken-Rennen zu fahren, wie das neue 200-Meilen Rennen ‘Cantwell Classic’. Obwohl beide zu diesem Rennen getrennt fuhren, waren Mackeys Hunde in Andersons Truck. Mackey gewann auch dieses Rennen. Anderson wurde neunter. Der frische Schnee und seine jungen Hunde haetten, laut Anderson, eine bessere Plazierung verhindert. Doch es waere ein guter Trainingslauf fuer die naechsten Wettbewerbe gewesen. Anderson nahm dann am ‘Klondike’ 300 teil und belegte den 2. Platz hinter Cim Smyth. Mackey hingegen fuhr das ‘Kuskokwim 300' in Bettel und plazierte sich ‘nur’ als achter in der Gesamtwertung. Spaeter fuhr Anderson noch mit seinem B-Team das ‘Tustumena 200' und gewann es.
Sein gutes Abschneiden bei den Mittelstreckenrennen die letzte Saison, gab Anderson Hoffnung fuer die naechste Rennperiode. “Ich habe vielgelernt, kleinere - subtilere Dinge, die aber aus mir einen besseren Musher gemacht haben.”, so der ueberzeugte Anderson. “Ich bin selbstbewusster.”
Anderson hoffte nur, dass er beim Iditarod nicht direkt gegen Mackey laufen muss. “Wir sind beide ziemlich aehnlich. Es ist schwer ihn (Mackey) nicht zu moegen, darum will ich nicht unmittelbar gegen ihn fahren.” Beim letzen Iditarod belegte Anderson den siebten Platz. Mackey gelang das Unmoegliche und gewann nach dem Yukon Quest auch das Iditarod.
Das war letztes Jahr.
2008 hat Mackey das Tustemena 200 Rennen gewonnen, bei dem auch Anderson startete aber ausschied. Beim Copper Basin 300 wurde Mackey Zweiter, das GinGin 200 gewann er wieder.
Anderson hingegen startete beim Klondike 300, wurde Dritter und belegte des zweiten Rang beim Knik200.
Beide fahren beim diesjaehrigen Yukon Quest gegeneinander. Beide sind fuer das Iditarod 2008 angemeldet.
Wieviel Konkurrenz vertraegt eine Freundschaft?
Auf dem Weg nach Dawson hat Anderson Mackey am Ammerican Summit ueberholt - spaeter revanchierte sich Mackey und zog an Anderson wieder vorbei.
In Dawson meinte dann Mackey ueber Anderson, dass der sich schon ein bisschen mehr anstrengen muesse um die gleichen Geschwindigkeiten zu laufen, wie er. Sonst wuerde Anderson bei jedem Lauf eine halbe Stunde Rastzeit verlieren. Beide starten nur durch sechs Minuten getrennt - Mackey mit 12 Hunden, da er einen Vierbeiner aufgeben wird - Anderson wohl mit 11.
Mackey weiter in einem Interview in Dawson: 'Ich mag Ken', 'Ich meine wir sind nicht die besten Freunde, wir sind Nachbarn und wir sind auf jeden Fall Konkurrenten'.
Das ist dieses Jahr.
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